30 Studio Akustik Tipps (Teil 2)

30 Studio Akustik Tipps (Teil 2)

30 Studio Akustik Tipps (Teil 2)

Studio Akustik TippsHier nun der zweite Teil unserer Reihe 30 Studio Akustik Tipps! Im ersten Teil haben Sie bereits 10 Tipps erhalten, um die so wichtige Akustik Ihres Homestudios entscheidend aufzuwerten! Es folgen nun 10 weitere Tipps…


Browne Raumakustik Module

  • 11) Wenn möglich, sollten zwischen Abhörlautsprecher und Wand mindestens 1 Meter Abstand sein.
  • 12) Paradoxon zum vorigen Tipp: Bei kleinen Boxen, die naturgemäß nicht in der Lage sind, sehr tiefe Frequenzen wiederzugeben, können Sie theoretisch das Frequenzspektrum nach unten hin ausweiten, indem Sie diese näher zur Wand positionieren. Hierbei ist es für den Laien (ohne Messgeräte) jedoch äußerst schwierig eine Position auszuarbeiten, bei der es weniger zu hässlichen Resonanzfrequenzen kommt, als tatsächlich zu einer optimalen Erweiterung des Frequenzspektrums der Tiefbässe.
  • 13) Pyramidenschaumstoff schluckt zwar nur Höhen und obere Mitten, ist jedoch nicht gänzlich unbrauchbar. In Nähe der Abhöre absorbiert kann dieser ggf. zusätzlich hochfrequente Reflexionen abfangen, die vom Arbeitstisch abgestrahlt werden. Hierzu wird der Pyramidenschaum an der Decke über dem Arbeitstisch angebracht. Im Einzelfall einfach mal hinhören, ob eventuell noch zu viele Höhen (die gern so Psching-Geräusche machen) in Nähe der Abhöre rumfliegen.
  • 14) Beachten Sie das Stereodreick! Nur so ist es möglich, dass Stereoverhältnis der Produktion neutral beurteilen zu können!
  • 15) In vielen  Tontechnik-Büchern steht, dass die Ohren auf gleicher Höhe mit den Hochtönern der Abhörboxen liegen sollten (der Hochtöner einer Box ist in der Regel oben, sprich unten, anhand der größeren Chassis, wird der Bass ausgegeben, oben die Höhen). So sind die Höhen für den Techniker lauter – was in meinen Augen jedoch auch das Problem dieser Empfehlung darstellt. Es ist zwar richtig, dass die Höhen so für den Techniker maximal präsent sind. Jedoch wird der Konsument später in den aller seltensten Fällen seine Boxen so positioniert haben, dass die Hochtöner auf exakt gleicher Höhe mit seinen Ohren liegen. Weder in seinem Auto, noch bei seinen an der Wand aufgehängten Surround-Boxen im Wohnzimmer – im Grunde nie. So werden die Höhen für ihn zwangsläufig leiser sein. Der Tontechniker wird die Höhen nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach leiser mischen, da sie für ihn ja eh, aufgrund der direkten Beschallung ins Ohr, lauter sind. Mein Tipp lautet daher: Sorgen Sie dafür, dass die Hochtöner etwas (also auch nicht übertreiben) ober- oder unterhalb Ihrer Ohren liegen. Das entspricht eher der finalen Abhörsituation beim Konsumenten, für den Sie die Musik ja letztlich produzieren.
  • 16) Kaufen Sie sich Schaumstoff-Unterlagen für Ihre Boxen! So sorgen Sie effektiv für eine akustische Entkoppelung der Abhörmonitore vom Studiotisch! Die günstigen Iso-Pads von Thomann reichen hier allemal aus (kosten, je nach Größe, 15-20 Euro).

    Iso-Pads
    Iso-Pads von the t.akustik, Bildquelle: thomann
  • 17) Je weniger glatte Oberflächen, desto besser! Große Glastische sehen toll aus, sind akustisch aber schlimmer als Holztische. Tische mit vielen Wölbungen, darauf befindlichen Objekten (Mauspad, Tastatur, Ablagen, etc.), sprich weniger großen, glatten Flächen, sind ideal.
  • 18) Neben speziellen Akustikmodulen an den Wänden sorgen auch Bilder oder Regale für eine Verbesserung der Akustik. Bilder auf Leinwänden sind aufgrund der porösen und ausladenden Struktur z.B. interessant.
  • 19) Spiegel und Fenster sind große, glatte Oberflächen – also schlecht! Spiegel in der Regie am besten vermeiden oder abgeschrägt positionieren (falls möglich). Kleinere Fenster sind nicht das Problem resp. Tageslicht und ein schöner Ausblick sind einem guten Produktionsergebnis sogar förderlich. Große Fensterfronten könnten jedoch Schwierigkeiten bereiten. Beste Methode hier: Dicke Vorhänge im Abstand von ca. 10 bis 15 cm zum Fenster anbringen. Für etwas mehr Geld gibt es spezielle Akustikvorhänge. Ein gewöhnlicher, jedoch möglichst dicker Vorhang, tut es aber auch.
  • 20) Ein Modul mit etwas Abstand zur Wand anzubringen ist allgemein ein ausgezeichneter Trick um auch tiefe Frequenzen zu absorbieren! Sprich: Direkt an der Wand/Fenster angebracht würde der Vorhang nicht so tiefe Frequenzen absorbieren wie bei etwas mehr Abstand!
tonstudio-regie-control-room
Dargestellt wird eine Möglichkeit zur akustischen Herrichtung einer Studioregie. Weitere Infos finden Sie unter www.browneakustik.de/de/info/raumakustik-planung-skizzen.html

Browne Raumakustik Module

Den dritten und letzten Teil finden Sie im Exklusiv-Bereich von Audio-Wissen.com!

David

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