Raumakustik im Heimkino

Raumakustik im Heimkino

Raumakustik im Heimkino

Ein kommerzielles Kino kommt natürlich stets mit sehr guter Raumakustik daher. Wer zuhause ebenfalls echtes Kino Feeling haben möchte, kommt somit auch nicht drum herum seine Raumakustik im Heimkino zu optimieren.

raumakustik-heimkino


Raumakustik Maßnahmen im Heimkino

Welche Möglichkeiten gibt es hier? Klar führen ordentliche Kinosessel bereits zu einer Verbesserung der Akustik, schließlich absorbieren die Polsterungen ordentlich Schall. Wer auf eine gewöhnliche Couch setzt, schneidet raumakustisch noch besser ab, da sie in der Regel opulentere Maße aufweist.

Normal reicht das aber nicht. Professionelle Maßnahmen müssen ergriffen werden. Der lokale Raumakustiker oder der Akustikmodul Händler im Internet geht jedoch allzu häufig davon aus, dass man Millionär sei.

Wir sind der Meinung, es braucht weder unfassbar viel Geld, noch eine exakte Analyse eines Akustikers vor Ort, um die Raumakustik im Heimkino zu perfektionieren.


Die Schritte im Einzelnen

Am schwierigsten sind immer die tieffrequenten Schallwellen zu bekommen! Um hier eine Absorption zu erreichen, bedarf es einer enormen Bautiefe des Absorbers. Entsprechende Akustikmodule mit einer solchen Bautiefe nennen wir auch Bassfallen.

Eine Bautiefe von 40-50cm ist empfehlenswert! Alles darunter führt zu keiner ausreichenden Absorption der Bässe/Subbässe, der Bereich, der hauptsächlich im Raum und in den Ecken umher dröhnt, würde bei der Absorption ausgeklammert.

Browne Bassfalle Raumakustik

Bassfallen sollten zunächst in den Raumecken installiert werden, weitere bei Bedarf noch an anderen Stellen.

Faustregel: bei sehr kleinen Räumen zwei Bassfallen, mittlere Räume 4, große Räume (ab ca. 25qm) 8 Bassfallen.


Der zweite Schritt

Der zweite Schritt sind Breitband Absorber! Auch hier weiterhin auf eine ausreichende Tiefenabsorption achten, die bei Modulen von 14-15cm gegeben ist. Diese gleichmäßig im Raum verteilen, je nach gewünschtem Absorptionsgrad und somit gewünschter Trockenheit des Raumes.


Dritter Schritt: Diffusion

Diffusoren absorbieren/schlucken den Schall nicht, sondern brechen ihn auf und verstreuen ihn großflächig im Raum. Dadurch klingt der Raum größer und lebendiger. Tatsächlich ist es so, dass Sie selbst sehr kleine Räume durch ausreichend Diffusion akustisch vergrößern können. Dabei gibt es im Grunde keine Obergrenze, es können so viele Diffusoren angebracht werden, wie einem beliebt. Der Raum wird bloß immer größer und angenehmer klingen. Der Geldbeutel setzt natürlich in der Regel doch Limits.

Browne Diffusor Raumakustik


Video zur Raumakustik im Heimkino

Folgendes Video zeigt Ihnen die Schritte nochmals auf, die auf einfachste Weise zu einer perfekten Raumakustik führen.


Wie trocken darf die Raumakustik im Heimkino letztlich sein?

Generell gilt: je mehr Absorber angebracht werden, desto trockener und kontrollierter die Schallreflexion im Raum. Sprache wird besser verstanden, der Effektsound dröhnt nicht mehr unangenehm durch die Raumecken.

Zwar ist der Grad an Absorption letztlich Geschmackssache, jedoch ist es so, dass in vielen raumakustisch optimierten Heimkinos immer noch eher zu wenig Schall absorbiert wird als zuviel, bzw. wesentlich weniger als in den großen Kinos.


Fazit

Auf den Punkt gebracht: 2 bis 8 Bassfallen in die Raumecken, mindestens vier Breitband Absorber und möglichst ebenso viele Diffusoren an die Wände, fertig ist die Raumakustik im Heimkino!

David

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.